• Kapitel 1
  • Kapitel 2
  • Kapitel 3
  • Home
  • Kapitel 3
"Ich würde mich an deiner Stelle sehr vorsehen. In diesen Kreisen halten sich Leute auf, die anders denkende gern mal in den Rollstuhl prügeln oder noch Schlimmeres."
Na Bravo dachte ich, genau die Leute also, die ich mein ganzes Leben gemieden habe wie der Teufel das Weihwasser.
"So schlimm wird's schon nicht werden, außerdem hab ich Benno dabei."
"Komm, Benno ist voll die Witzfigur. Ich hab selten einen Hund erlebt, der wirklich mit allem, was ihm vor die Schnauze läuft, Freundschaft schließen will. Egal ob Katze, Hund oder Neonazi."
"Aber man sieht es ihm nicht auf den ersten Blick nicht."
"Ja klar, wenn man nicht weiß, was es bedeutet, wenn ein Hund wedelt. Ich bitte dich."
"Ich werde ihm den Maulkorb anlegen, dann sieht er schon gefährlich aus. Und den Schwanz binde ich ihm irgendwie fest."
Sie nervte langsam ein bisschen. Der Hund war schließlich dafür da mich zu beruhigen, und nicht dazu, Leute zu erschrecken.
"Du musst wissen, was du tust."
"Genau - bin erwachsen." Und von einer Göre lasse ich mir äußerst ungern was sagen. Aber das behielt ich lieber für mich. Vielleicht war sie ja einfach ein wenig in Panik. War ich ja schließlich auch.
"Ok - gehen wir das Ganze noch einmal durch. Du darfst nicht vergessen, dein Handy auf geräuschlos zu stellen. Und der Vibrationsalarm oder was auch immer anfängt zu leuchten oder zu blinken muss auch aus sein. Sie dürfen dich nicht entdecken, sonst sind wir beide geliefert."
"Aye Aye"
Wenn ich mit Ihnen in der Hütte verschwunden bin, musst du geduldig sein. Ich werde allerdings höchstens 10 Minuten drin sein. Wenn es länger dauert, mach dich vom Acker und ruf die Polizei."
"In 10 Minuten kann viel passieren, hast du dir das überlegt? Die Polizei braucht ja noch viel länger."
"Ich habe Josef schon Bescheid gesagt, der wird sich in der Nähe des Waldes aufhalten - er hat Nachtschicht, und wenn was passiert, ist er in 5 Minuten vor Ort."
So hatte ich es mir auf jeden Fall vorgestellt.

Seite 1 / 29

⛅ >>